Die neuste Ausgabe von pop10 ist diese Woche eine besondere. Aufgrund der aktuellen politischen Situation in Sachsen-Anhalt haben wir uns in der Landeshauptstadt Magdeburg in der Pflicht gesehen uns für Toleranz und Offenheit gegenüber allen Mitmenschen zu positionieren. Darum gibt es in dieser Stunde Songs von Dellé, Die Toten Hosen und vielen weiteren für euch die eine klare Message gegen rechtes Gedankengut mit sich bringen.

Dellé – Light your Fire

Viele Konflikte in unserer Gesellschaft entstehen durch die verschiedenen Religionen. In seinem Song „Light your Fire“ erklärt Dellé einmal seine Sichtweise auf die verschiedenen Religionen, die es auf der Welt gibt. Religionen sollen die Menschen der Erde vereinen und nicht spalten. Sie sollen Normen und Werte schaffen und nicht für Kriege und Konflikte Sorgen. Dellé sagt selbst, dass alle Religionen eine Gemeinsamkeit haben: Liebe verbreiten.

Die Toten Hosen – Willkommen in Deutschland

Wenn wir über Toleranz und Akzeptanz sprechen, dann dürfen die Toten Hosen nicht fehlen. Im Jahr 1993 gab es hier in Deutschland eine ähnliche Situation wie die aktuelle. In diesem Sinne haben die Hosen den Titel „Willkommen in Deutschland“ geschrieben um die Menschen zur Toleranz aufzurufen. Aus gegebenen Anlass hat die Band ihren Hit mit dem Sinfonieorchester der Robert Schumann Hochschule noch einmal neu aufgenommen und veröffentlicht.

Der Flashmob am Alten Markt gegen rechtes Gedankengut

Die „Aktion Arschloch“ hat dazu aufgerufen den Song „Schrei nach Liebe“ wieder in die Charts zu bringen. Jegliche Einnahmen dafür wurden gespendet und es sollte ein Zeichen gegen Rechts gesetzt werden. Als eine der wichtigsten Hymnen gegen Rechts ist der Song der Ärzte immer noch bekannt und den meisten im Kopf. Das perfekte Lied also für einen Flashmob in der Landeshauptstadt Magdeburg, bei dem lautstark zu den Klängen eines Pianos mitgesungen werden sollte.

Irie Revoltés – Jetzt ist Schluss

Beim Thema Antirassismus dürfte vielen eine Band direkt in den Kopf kommen. Die Rede ist von Irie Revoltés. In ihrer Single „Jetzt ist Schluss“ wollen die Heidelberger ein deutliches Zeichen setzten, dass man sich nicht gefallen lassen darf, was im Land passiert. Man soll seine Stimme erheben und nicht akzeptieren was manche Gruppen der rechtsextremen Szene tun. Irie Revoltés sagen „Jetzt ist Schuluss,“ wir nehmen das nicht länger hin und müssen jetzt handeln.

Ein Statement von Ouzo Bazooka zur Flüchtlingsdebatte

Die Band Ouzo Bazooka war bei uns zu Gast und das haben wir direkt als Anlass genommen sie zur ihrer Meinung zur Flüchtlingspolitik zu befragen. Als Bürger Israels haben sie eine besondere Meinung zur Politik und dem Umgang mit Flüchtlingen. Sie selbst sagen, dass ein Lösungsansatz wäre, dass man die junge Generation mit dem Thema Flüchtlinge und Integration vertraut macht.

I’m not a Band – Colours

Was wäre die Welt ohne Farben? Wie würde eine schwarz-weiße Welt aussehen? Fragen, die sich wohl auch I’m not a Band gestellt haben und mit der Single „Colours“ beantworten wollen. Die schwarz-weiße Kombination soll dabei das einseitige Denken und Handeln darstellen. Die Band erklärt, dass die Welt viel schöner ist, wenn man all seine Farben betrachtet und sich damit viel offener gegenüber anderen zeigt. Fakt ist: Seid offen für andere Menschen und Kulturen und ihr lernt viele neue Sichtweisen kennen.

Musikalische Projekte für die Unterstützung von Geflüchteten

Wir haben uns zwei Projekte genauer angeschaut die wir euch in der Sendung präsentieren:Sarah stellt euch den Refugees Welcome Sampler vor auf dem 22 Songs verschiedenste Interpreten mächtig Lärm gegen den Hass gegen Flüchtlinge machen. Weiterhin soll der Sampler den Hörern Asylpolitik musikalisch näher bringen. Hinter dem Projekt steckt das Berliner Label Springstoff welches zur Aufgabe gemacht den Hörern Asylpolitik musikalisch näher zu bringen. Genaueres könnt ihr hier noch mal nachlesen.

Weiterhin berichte ich euch über Jim Kroft der den größten Teil seiner  Energie in die Unterstützung von Flüchtlingen steckt und das auf verschiedene Wege. Um das Geld für ein neues Rettungsboot zu sammeln, wird Jim Kroft Anfang April mit vielen freiwilligen Musikern, Produzenten und Freunden aus der Musikbranche innerhalb von 48 Stunden ein komplettes Album produzieren. Für die Finanzierung des neuen Rettungsbootes hat der Künstler eine Fundraising Kampagne mit dem Name Boat For Sara gestartet. Außerdem wird er am 8. April ein Benefizkonzert in Berlin spielen. Es geht dem Musiker mit seinen Aktionen darum, Grenzen zu überwinden, den kulturellen Austausch anzuregen und ist der Überzeugung, dass Musik Menschen überall auf der Welt verbinden kann.

Der SWM Talentverstärker geht los

Dieses Jahr geht der SWM Talentverstärker in eine neue Runde, der erste Vorausscheid ist bereits passé und wir sind als Teil der Jury live vor Ort. Außerdem laden wir die besten Bands bei uns ins Studio und nehmen eine Session auf, ein welche wir euch in den nächsten beiden Wochen präsentieren. Wer sich für lokale, neue und frische Musik begeistert sollte sich also auch die nächsten Sendungen in unsere Mediathek oder im offenen Kanal Magdeburg anschauen!