Bisher ist 2018 wohl das Jahr für Remakes und Remasters wenn es um Videospiele geht. Spontan wurde auch aus dem Hause EA eine Neuauflage einer beliebten Spielreihe angekündigt. Es handelt sich um ein Remastered von Burnout Paradise! Ich habe mir das Spiel angeschaut und gecheckt, das „Prinzip Burnout“ noch funktioniert und Spaß macht.

Welcome to Paradise City

Wirklich sehnsüchtig habe ich auf meinen Download Code gewartet um endlich wieder Burnout spielen zu können. Ich glaube so ging es vielen Fans der Reihe. Ich persönlich würde mich aber weniger zu einem großen Fan der Reihe zählen. Viel eher habe ich das Spiel als Kind gespielt du hatte die Hoffnung ein bisschen in der Zeit zurückversetzt zu werden. Auch die Tatsache, dass der Markt für Rennspiele immer mehr auf Realismus setzt, lässt Burnout etwas hervorstechen. Ich hatte mal wieder Lust auf ein Spiel, in dem man nicht durchgehend unter Strom steht und sich konzentrieren muss. Das Spiel ist endlich da – Los geht’s!
Schon der Titelsong ist einfach unschlagbar und verpasst beim starten des Spiels Gänsehaut: Guns N‘ Roses mit Paradise City. Mit dem Start des Spiels, wird uns erstmal unser Führerschein ausgestellt, damit wir auch in Paradise City Cruisen und Crashen können. Wenn man eine USB- Kamera für die jeweilige Konsole hat, kann man ein Bild schießen und das eigene Gesicht auf dem Lappen einfügen. Hat man keine Kamera, benutzt man eben den Avatar des Online Profils.

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Auf ins Spiel!

Kaum haben wir den Führerschein in der Hand, haben wir auch schon unsere erste Schrottkarre und können uns die offene Welt anschauen. Die Welt ist erstaunlich groß. Ich hatte sie groß in Erinnerung, aber ich dachte, dass ich mir das nur retrospektiv eingebildet habe – habe ich nicht. Es gibt unglaublich viel zu entdecken. Besonders als Trophäen-Sammler macht es viel Spaß Abkürzungen zu entdecken, die Punkte bringen oder durch Leinwände zu springen, die teilweise etwas versteckt sind. Wenn wir ein Rennen starten wollen, dann müssen wir an einer beliebigen Ampel halten und beide Schultertasten gedrückt halten. Schon kann es losgehen. Bei den Rennen geht es im Allgemeinen aber immer darum irgendwas kaputt zu machen. Es unterscheidet sich also deutlich von herkömmlichen Racern. Ob wir von A nach B kommen müssen und dabei von Gangstern gejagt werden, ein Rennen gegen andere Racer fahren, die uns mit allen Mitteln am Sieg hindern wollen oder Rennen, in denen es nur darum geht möglichst viele Autos zu crashen, die Auswahl ist groß. Je nach Rennen sollte man darauf achten welches Auto man grad fährt. Manche sind eher bullig und dadurch stabiler, andere sind besser zu driften und man kann coole Stunts machen und wieder andere sind einfach nur auf Tempo aus. Je nach Kategorie wird auch entsprechend Boost gesammelt, der später in Form von Tempo Boni eingesetzt werden kann.

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Bonus, Extras und Specials!

EA wäre nicht EA, wenn es nicht irgendwelche Extras geben würde. Neben den 70 fiktiven Fahrzeugen und an die 100 offline Rennen, gibt es ein paar neue Pakete. Mit dem Remastered kommen nun auch Polizeiwagen und Motorräder, mit denen man Paradise City aufmischen kann. Außerdem gibt es ein wenig Fan-Service und ganz spezielle Fahrzeuge wie den De Lorean aus Back to the Future oder den Ecto 1 aus Ghostbusters. Um das ganze Gefühl einer paradiesischen Insel zu festigen, gibt es nun auch einen Tag-Nacht-Rhythmus im Spiel, der zum einen super cool, zum anderen mega nervig ist. Besonders wenn man nachts die Straßen nicht erkennt. Wenn ihr keine Lust mehr auf Paradise City habt, dann könnt ihr auch einfach Urlaub auf Big Surf Island machen. Eine Extra-Welt, auf der es noch mehr Rennen und Herausforderungen gibt.

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Neu ist immer besser?

Dank der überarbeiteten Grafik, der 4K Funktion auf der PS4 Pro und der besseren Details, spielt sich Burnout Paradise genauso wie vor 10 Jahren. Es ist so ziemlich das gleiche Spiel wie in meiner Erinnerung. Ein schönes Gefühl. Musikalisch und spielerisch wird man in die Vergangenheit versetzt und steckt viele Stunden in das Spiel. Es macht viel Spaß die große Welt zu erkunden und einfach nur herumzufahren. Ich glaube damit habe ich persönlich tatsächlich mehr Zeit verbracht als mit den eigentlichen Rennen. Das Spiel schafft es auch, dass einem nicht langweilig wird, da man immer wieder neue Wege oder Details entdeckt. Was mich am Spiel stört ist, dass jegliche Fahrzeuge fiktiv sind. Schuld daran ist aber wohl eher die Tatsache, dass man von anderen Racern mit Lizenzen überschüttet wird und wir es anders einfach nicht mehr gewohnt sind. Auch die Rennen selbst sind manchmal etwas eintönig, weil man mit dem richtigen Fahrzeug eigentlich unschlagbar ist. Zumindest, wenn man nicht von den Gummiband-Gegnern eingeholt wird. Die Karte im Spiel ist Anfangs etwas schwierig zu lesen, mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch dran. Grund dafür ist, dass man sich keine Wegmarkierung setzen kann und sich seinen Weg selbst bahnen muss.

Am Ende bleibt nur zu sagen, dass Burnout Paradise ein richtig schönes Remastered ist für alle, die sich in der Zeit zurückversetzt fühlen möchten. Aber auch für Neueinsteiger ist das Spiel recht gut geeignet, weil es eine Abwechslung zu allen anderen Rennspielen bietet. Einfach ins Auto setzen und ein paar Stunden den Gedanken freien lauf lassen oder online andere Spieler einfach nerven, indem man sie die ganze Zeit zu Grunde fährt. Das Spiel hat definitiv so Einiges zu bieten…außer Realismus…aber das ist gut so.

 

Getestet auf der Playstation 4 Pro
©Bilder : Electronic Arts